BEGEGNUNG ALS SCHLÜSSEL ZU TEILHABE UND INKLUSION
Begegnung entsteht dort, wo Menschen miteinander in Kontakt kommen
Teil 4 unserer Sommerserie „Vielfalt wirkt“.
Räumliche Nähe bedeutet nicht automatisch Begegnung.
Was braucht es, damit Menschen tatsächlich miteinander in Kontakt kommen?
Menschen können am selben Ort leben und sich kaum begegnen.
Sie können dieselbe Schule besuchen, in derselben Gemeinde wohnen oder im selben Unternehmen arbeiten. Trotzdem bleiben ihre Lebenswelten weitgehend getrennt.
Begegnung entsteht nicht allein durch räumliche Nähe.
Sie braucht Gelegenheiten, bei denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam etwas entwickeln oder Erfahrungen austauschen.
Gerade in Gemeinden ist das relevant. Migration verändert Orte. Neue Bewohner:innen kommen hinzu, bestehende Strukturen entwickeln sich weiter und unterschiedliche Lebensrealitäten treffen aufeinander.
Begegnungsprojekte können dabei Räume schaffen.
Ihre Qualität hängt stark davon ab, wie sie gestaltet sind.
Wer wird eingeladen? Wer entwickelt das Projekt? Welche Rolle übernehmen Menschen mit Migrationsbiografie? Gibt es tatsächliche Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu kommen? Passiert der Kontakt auf Augenhöhe?
Ein gemeinsames Ziel kann dabei verbindender sein als eine Veranstaltung, die ausschließlich über Unterschiede spricht.
Gemeinsam kochen. Gemeinsam planen. Gemeinsam lernen. Gemeinsame Hobbies. Gemeinsam einen Ort gestalten.
Solche Aktivitäten schaffen Möglichkeiten für Kontakt auf Augenhöhe, ohne Menschen auf ihre Herkunft zu reduzieren.
Begegnung kann eine Grundlage für Vertrauen schaffen. Vertrauen wiederum erleichtert Teilhabe.
