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BETEILIGUNG GERECHT GESTALTEN

26. Juli
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Juli



Wer beteiligt ist, prägt, was entsteht

Teil 1 unserer Sommerserie „Vielfalt wirkt“


Eine Einladung bedeutet noch nicht, dass alle Menschen erreicht werden.

Was braucht es, damit Beteiligung tatsächlich offensteht – auch für Menschen mit unterschiedlichen sprachlichen, sozialen und biografischen Erfahrungen?

 

Beteiligung ist eine Frage des Zugangs.

Wer kann mitreden? Wer wird erreicht? Wer weiß, dass eine Möglichkeit zur Beteiligung besteht?

Diese Fragen sind besonders relevant, wenn Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten zusammenkommen. In Gemeinden, Organisationen und Unternehmen werden Beteiligungsangebote oft für „alle“ geöffnet. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass alle Menschen tatsächlich erreicht werden.

Informationen können an bestimmten Personengruppen vorbeigehen. Sprache kann eine Hürde darstellen. Bestehende Netzwerke können darüber entscheiden, wer von einer Möglichkeit erfährt. Auch Erfahrungen mit Institutionen beeinflussen, ob Menschen sich beteiligen möchten.

Beteiligung beginnt deshalb bereits vor der eigentlichen Veranstaltung oder dem Workshop.

Wie wird eingeladen? Welche Sprache wird verwendet? Wo findet Beteiligung statt? Wer ist an der Entwicklung des Prozesses beteiligt?

Gerade bei Projekten im Bereich Migration und Diversität ist die direkte Einbindung der betroffenen Zielgruppen entscheidend. Menschen mit Migrationsbiografie sind nicht nur Gegenstand eines Projekts. Ihre Erfahrungen können wesentlich dazu beitragen, Angebote, Maßnahmen und Prozesse passend zu gestalten.

Dabei muss Beteiligung nicht immer gleich aussehen.

Manche Menschen bringen sich in einer öffentlichen Diskussion ein. Andere bevorzugen ein persönliches Gespräch oder eine kleinere Gruppe. Unterschiedliche Zugänge können dazu beitragen, dass mehr Perspektiven sichtbar werden.

Beteiligung wird dann tragfähig, wenn Menschen eingeladen und in ihrer tatsächlichen Teilhabe mitgedacht werden.

 

In der nächsten Folge geht es darum, wie unterschiedliche Perspektiven neue Ideen entstehen lassen können.



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